Namenspatron

Joseph Bernhart

Der aus Ursberg stammende Joseph Bernhart zählt unbestritten zu den bedeutendsten Denkern aus Bayerisch-Schwaben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben seinen theologischen, philosophischen und kulturgeschichtlichen Arbeiten hat er ein umfangreiches dichterisches Werk hinterlassen, das in seiner Gesamtheit bis heute noch nicht hinlänglich gewürdigt wurde.

Erkenntnis und Liebe, so heißt es in einer aus dem Nachlass von Bernhart erstmals in Buchform veröffentlichten Legende, seien die Flügel, derer der Mensch bei seinem Flug durch die Zeit und über die Zeit hinaus bedürfe. Vielfältig sind Bernharts Beiträge, die Mitmenschen auf ihrem Weg durch die Zeit zu beflügeln. Bernharts Gedanken zu Bildung und Erziehung, seine geschliffene Sprache, seine tiefe Liebe zur deutschen Sprache, seine Kunst, Vorgänge, die sich in der Tiefe der Menschenseele abspielen, auf die schlichteste Weise im Erzählvorgang erkennbar zu machen, gehören zweifelsohne zu den Eigenheiten und Lebensleistungen Bernharts, die ihn zu einem idealen Namenspatron einer Bildungseinrichtung machen, wie sie die Fachakademie für Sozialpädagogik in Krumbach ist.

timeline_pre_loader

1887 – 1900

Besuch der Volksschule und des Humanistischen Gymnasiums München

1900 – 1904

Studium der Philosophie und Theologie an der Universität München

1904 – 1907

Priesterweihe, Kaplan in Markt Wald, Tandern, Hollenbach und Neuburg/Do.

1907 – 1908

Sekretär der “Deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst” in München

1910 – 1911

Benefiziat in Murnau

1911 – 1912

Philologisches Studium an der Universität Jena

1913

Verheiratung mit Elisabeth Nieland in London

Freier Schriftsteller in Berlin

1914 – 1917

in Gräfelfing

1917

in München

1920 – 1928

Zweitwohnung auf dem Gailenberg bei Hindelang

1934

in Türkheim/Wertach

1943

Tod der Frau und Mitarbeiterin

1948

Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

1949

Mitglied der Societa Europea di Cultura Venise

1952

Honorarprofessor für mittelalterliche Geistesgeschichte an der Universität München